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Geschichten

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  Geschichten ohne Ende!!!

Vortsetzungsgeschichen von Marc Trade:

 
DER MAGIER & SEIN SCHÜLER 
Die Sonne begann die Flanken der Berge in ein Tiefes orangerot zu tauchen , die ersten Schwalben zogen bereits ihre Bahnen am Himmel und verkündeten mit ihren Rufen den Beginn des erwachenden Tages. Der See, dessen Oberfläche fast die Hälfte des Tals bedeckte , mit seiner kleinen fast kugelförmigen Insel, auf der eine einzelne unsagbar alte Eiche thronte , lag abgesehen von ein paar Nebelschleiern mit denen der Wind spielte ruhig da . Der alte Mann saß auf einem großen bemoosten Findling aus Kalkgestein und beobachtete das Spiel der Vögel und die Lichtreflexe auf der Wasseroberfläche , zumindest hatte es den Anschein als würde er es tun , aber er tat es wirklich . Ein paar Meter entfernt auf dem mit kurzem frischgrünen Gras bewachsenen Uferbereich saß ein vielleicht sechzehn Jahre alter Junge mit braunen Haaren einem blauen Hemd , braunem Wams und Hose aus Leder, dazu abgetragenen Stulpenstiefeln, deren Farbe man nur noch erahnen konnte , er hatte die Beine übereinander geschlagen und hielt die Augen geschlossen . Der alte Mann seinerseits in eine blaubraune Robe gekleidet , ließ sich ohne ein Geräusch zu verursachen von seinem Sitz herunter gleiten , genaue Beobachter hätten wohl gestutzt, denn als er nun auf den Jungen zuging berührten seine Füße nicht den Boden, er bewegte sich langsam in dessen Rücken und selbst ein Taubstummer hätte aus dieser Entfernung nun das Schnarchen vernommen, das durch seine Nasenflügel nach außen drang . Verzagt schüttelte er den Kopf , griff in einen Beutel , den er stets an seinem Gürtel trug , zog eine Phiole mit einem silberblauen Pulver heraus, streute etwas in seine Hand, formte ein paar lautlose Silben und warf es über dem Jungen in die Luft . Erst geschah fast nichts , abgesehen davon, daß sich das merkwürdige Pulver auf dem schlafenden Jungen absetzte. Dann, langsam aber stetig, begann der Junge sich in die Luft zu erheben bis zu etwa einem Meter, wo er durch eine stumme Geste des alten Mannes gestoppt wurde, dort verharrte er in dieser Position, bis sich ein Lächeln auf das Gesicht des alten Mannes stahl . Er erinnerte sich an eine ähnliche Situation, die er vor vielen Jahren mit seinem eigenen Meister dem großen Feldigon, dem höchsten Magier des Östlichen Zirkels, erlebt hatte . Er ließ den Jungen in dieser seltsamen Haltung zum Seeufer herunter und einige Meter auf die Wasserfläche hinausgleiten . Dann rief er: “ Kinley, unnützer Kerl , schläfst du schon wieder ?”, und an seiner Stimme war etwas unnatürlich Lautes. Kinley schreckte aus dem Schlaf auf und begriff seine etwas luftige Situation nicht sofort.
“ Nein , O , Ja , Ä natürlich nicht Meister Galvin!”. Plötzlich wurde er sich seiner bewußt, legte seinen Kopf schief und sah Galvin bittend an. Doch dieser stand nur am Seeufer und schaute ihn tadelnd an. “ Erinnerst du dich noch an den Wärmezauber, den ich dich gelehrt habe?”, fragte Galvin. “ Ja natürlich “, antwortete Kinley sichtlich irritiert. “ Dann hoffe ich, dass du bei deiner Meditation genug Kraft gesammelt hast, ihn zu wirken.” Er streckte den rechten Arm aus und drehte seine Faust mit dem Daumen nach unten, in diesem Augenblick verlor der Schwebezauber seine Wirkung und ließ Kinley mit einem lauten “ PLATSCH ” ins eiskalte Wasser fallen. Eigentlich benötigte er schon lange keine Gesten mehr zur Wirkung seiner Magie, aber er liebte diesen gewissen theatralischen Effekt . Prustend und mit den Armen rudernd tauchte Kinley wieder auf. Als er aus dem See stieg, zitterte er wie Espenlaub , aber der Vorteil war, dass man nun endlich die Farbe seiner Stiefel erkennen konnte . Sie waren grau! Auch die Farbe seines Gesichtes hatte sich geändert, es hatte nun eine wunderschöne rosige Tönung, außerdem sollen Eisbäder ja gesund sein. “ Meister, warum habt ihr das geta ? ”, “ Weil du so laut geschnarcht hast und so ungeschickt warst noch nicht einmal einen Stillebann über dich zulegen. Und nun Trockne deine Kleider, du siehst schlimm aus mit deinen durchnässten Sachen”. Murrend und beleidigt ging Kinley zu ihrem Lagerplatz und entzündete mit einer knappen Geste ein paar Holzscheite. “ Ach übrigens, seit wann hast du graue Stiefel, Kinley ? ”, fragte Galvin von hinten, doch Kinley antwortete nicht. Es war bei weitemnicht so, daß er nicht zaubern konnte, diese Reise war nur so eine Art Erweiterungskurs oder eine Art Praktikum, oder wie man es nennen mochte, und er wußte ehrlich nicht was er von diesem seltsamen und schrulligen Meister halten solle. Aber im Grunde wußte das keiner, der ihn kannte. Manche sagten, er sei der größte Magier aller Zeiten, andere wiederum, er sei einfach nur ein bißchen schizo. Aber er war einfach nur Galvin, manchmal aber auch “ GALVIN DER GROSSE ” aber meistens nur Galvin. Nun nachdem Kinley seine Kleider getrocknet hatte und die Sonne sich langsam ihrem Zenit näherte, brachen die beiden auf. Die Luft war warm, es roch nach frischem Grün und die Vögel zwitscherten in den Bäumen, als sie sich dem Höllenloch näherten. So nannten die Einheimischen den Berg, der sich smaragdgrün von seiner Umgebung abhob. Was ihn noch unheimlicher machte war, dass stets ein dünner Rauchfaden an seiner Spitze zu sehen war. Es wurde gemunkelt, dass ein Drachen auf ihm hause und der Rauch aus dessen Nüstern ausstob, wenn er schlief. Aber genau so gut konnte es eine Gruppe Pfadfinder sein, die dort ihr Lager errichtet hatte und nun Eidechsen grillten. Als Kinley Galvin danach fragte, lächelte er nur wissend und sagte, er würde schon sehen. Aber er solle sich auf etwas gefaßt machen. Auf was sagte er nicht. Der wunderschöne Augusttag näherte sich langsam dem Nachmittag als sie den ersten bewaldeten Ausläufer des verwunschenen Berges erreichten. Das Laubdach über ihnen wurde zusehends dichter, bis es so dunkel wurde, dass man kaum etwas erkennen konnte. Die Luft wurde immer stickiger und wärmer. Nicht ein einziger Laut war zu hören, bis auf das gedämpfte Rascheln der Blätter unter ihren Füßen. Eine bedrückende Stimmung lag in der Luft, aber Kinley wußte sie nicht zu deuten, zumindest war sie nicht magischen Ursprungs, soviel war sicher. 
Es wunderte ihn nicht, daß normale Menschen diesen Wald und diesen Berg mieden. Nach einer vollen Sunde war es fast vollkommen dunkel geworden und Kinley dachte ehrlich, ob sie je aus diesem Wald herauskommen würden. Aber notfalls würde er sich mit ein paar Feuerbällen und Blitzen einen Weg hinaus suche , wenn “suchen” der richtige Ausdruck war. Allmählich lichtete sich der Wald und Kinley konnte erkennen, dass sie fast am Gipfel angelangt waren. Aber nun beunruhigte ihn ein seltsamer süßlicher Geruch, in dem etwas von Verbranntem mitschwang. Was mochte das wohl bedeuten. Waren Gule oder vielleicht Oger in der Nähe. Aber vielleicht war es auch der Atem des Drachen, der nach seinem inneren Feuer und den Resten seines letzten Opfers, das langsam zwischen seinen rasiermeserschafen Zähnen verfault , roch . Ein markerschütterndes Gebrüll ertönte von der Spitze des Berges und ließ Kinley zusammenfahren. Einige hundert Meter vor ihnen konnte man einen mächtigen formlosen Schatten erkennen. “ Hm “, dachte Kinley, “Gule und Oger fallen also aus, nun ja, dann werden wir eben nicht roh gefressen sondern vorher gut durchgebraten “. Doch seltsamerweise ging Galvin unbeirrt weiter, als würde es ihn nichts angehen, im Gegenteil, er ging geradewegs auf den brüllenden Schatten zu. Als sie sich bis auf etwa fünfzig Schritte genähert hatten, verschwand der bedrohliche Schatten und eine seltsame Stille kehrte ein, wie er sie selten erlebt hatte. Nicht einmal das Rascheln der Blätter war zu hören. Sie betraten die Bergspitze und nichts war zu sehen, abgesehen von einem sauber gescherten Rasen mit einigen zu Kugeln und Tierformen geschnittenen Buchsbäumen, einem weißen Springbrunnen und einer kleinen dreistöckigen victorianischen Villa, die in weiß und braun gehalten war. Ein sanfter Kieselweg führte vom Waldrand hinauf bis zum Haupteingang mit seinen etwa vier Meter breiten weißen Marmorstufen. Kinley wurde schwindelig und er mußte sich an einem Baum festhalten. Er hatte vieles erwartet, aber nicht etwas derartiges. Galvin bemerkte die Verwirrtheit seines Schülers und kam ihm zuhilfe. Er legte seine Hand auf dessen Schulter und sagte: “ Keine Sorge mein Junge, komm wir werden bereits erwartet. Muki wird sich freuen dich kennenzulernen. ”. “ Aber was ist mit dem Drachen ”, fragte Kinley. “ Später, später.. ”, erklärte Galvin und zog ihn mit sich. Als sie sich der Treppe näherten, öffnete sich die Haupttür wie von Geisterhand und zum erstenmal konnte er die Magie an diesem Ort spüren. Sie stiegen die Mamorstufen hinauf und betraten die Eingangshalle. Die Intensität der Magie wurde immer greifbarer je weiter sie hinein traten. Der Raum war das Beeindruckendste, was Kinley je gesehen hatte. Aber es war nicht die Einrichtung aus Spiegeln, roten Samtabhängen und polierten Kohlenbecken aus Gold, die mit Wachsfrüchten gefüllt waren, sondern die Größe des Raumes. Er maß etwa fünfzehn Meter in der Breite, dreißig in der Tiefe und zwanzig in der Höhe, wo er in einer ovalen Kristallglaskuppel mit einem goldenen traubenförmigen Stalagtiten mit einem mächtigen, etwa drei Meter messenden Kronleuchter endete. Plötzlich hatte er das Gefühl auf Watte zu gehen, er blickte an sich hinunter und stellte erstaunt fest, dass er anstatt seiner Stiefel nun braune Filzpantoffeln mit grün abgenähten Kanten trug. “Verdammt, wo sind meine Schuhe?”, fluchte Kinley. “Keine Sorge, sie stehen hinter dir am Eingang, die Dienerschaft wird sich um sie kümmern.”. Als Kinley sich umdrehte, standen sie wirklich am Eingang, aber nicht nur seine, sondern Galvins auch. Galvin sah ihn belustigt an und schüttelte den Kopf. “Hast du etwa noch nie etwas von Mukis berühmtem Pantoffelzauber gehört? So etwas sollte in keinem ordentlichen Haushalt fehlen”. 
Kinley sagte nichts, sondern sog nur verwundert und ein bißchen ratlos dir Luft ein. Sie durchschritten die große Empfangshalle und betraten einen weiten Flur durch eine kleine Tür an ihrem Ende. Etliche Türen und Korridore zweigten von ihm ab, die so weitläufig waren, dass Kinley sich trotz der Proportionen der Villa allen Ernstes fragte, wie dies alles in sie hinein passen soll. Aber eigentlich kannte er die Antwort schon längst, oder er ahnte sie zumindest. Dieser Muki mußte den besten Baumeister angestellt haben, den man mit Aurum kaufen konnte, natürlich das es musste sein, wie sonst wollte man schon eine Villa von diesen Ausmaßen und absurden Proportionen, die auf einer Bergspitze versteckt lag, erbauen? Etwa mit Magie !?! Aber Kinley verwarf diesen Gedanken gleich wieder, denn sie näherten sich dem Ende des Flures, der mit einer großen Doppeltüre verschlossen war. Galvin machte eine Geste mit dem Kopf seines Stabes, den er immer, aber meistens sichtbar bei sich trug, in Richtung der Tür. Im selben Augenblick nahm man ein gedämpftes Klopfen von ihr wahr und sie öffnete sich. Dahinter kam ein dunkler Raum zum Vorschein. Doch der Anblick, der sich ihnen, erhellt durch den dürftigen Lichtschein, der vom Korridor hereinfiel, bot , war grauenhaft. Ebenso wie der Geruch, der zum Teil an Essig und zum Teil an Wachs erinnerte. Überall standen seltsame Behälter mit noch seltsameren Flüssigkeiten herum. Eine große Anzahl Eimer lag im wilden Durcheinander in einer Ecke herum. Aber das Grauenhafteste an diesem Raum waren die Schrubber, die wie ein Mikadospiel zusammengeworfen auf dem Boden lagen, und die so verfilzt und mit Haaren verknotet waren, dass jedem Hausmeister ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen wäre. Einen Aufschrei des Grauens und der Empörung ausstoßend schlug Galvin die Türen zu und ging auf die nächst mögliche Tür zu, die sich links von ihnen befand, um diese mit einem wütenden Ruck von Hand zu öffnen. Was würde sich wohl hinter dieser Tür befinden?, dachte Kinley. Vielleicht ein Drachenhord, ein Dimensionsportal oder gar eine Speisekammer? Helles Licht strömte in den Korridor und ein Windstoß ließ Kinleys frisch gekämmte Haare durcheinanderwirbeln. Nach kurzem Zögern folgte Kinley seinem nun immer stärker fluchenden Meister hinterdrein. Aber auf das, was er nun sah, konnte ihn niemand vorbereiten. Er befand sich auf einem Balkon oder besser einem Drachen- oder Phönixlandeplatz, ging man von der Größe des Balkons, der sich an der nordostseitigen Spitze eines circa dreihundert Meter hohen kackbraunen Kristallturms befand. Auf der Mitte der Fläche stand ein Tisch mit vier Stühlen, ein paar Terrakottatöpfe mit Unkraut standen herum und ein großer Herd, an dem ein kleiner dickbäuchiger Mann in einer kirschroten Robe stand und mit einer Pfanne herumhantierte. Und wieder lag dieser seltsame Geruch in der Luft. “Mukulifitarialius ”, rief Galvin als er ihn erblickte und ging mit ausgreifenden Schritten auf ihn zu. Plötzlich drehte sich der seltsame Mann um und funkelte Galvin wütend an. Ungefähr einen Meter vor ihm kam Galvin mit wehender Robe zum stehen. Einen langen Augenblick geschah gar nichts. 
Und Kinley dachte schon sie würden sich jeden Augenblick gegenseitig pulverisieren oder ähnliches, und er müßte dann, mit Kehrblech und Besen, Galvins und Mukulilablabla... wie auch immer`s Asche zusammen scharren. Aber es kam viel schlimmer “Wie immer”. Plötzlich hakten die beiden ihre Arme ineinander und tanzten im Kreis umher, einmal links herum dreimal rechts. Dann berührten sie sich mit den Nasenspitzen, stießen mit ihren Hintern aneinander und ließen mit den Fingern klimpernd, ein seltsames Heulen ertönen. Erst jetzt wurde Kinley klar, daß sein Meister wirklich total verrückt war, es sei denn, Galvin hätte für dieses außerordentlich seltsame Verhalten eine plausible Erklärung. Die hatte er. “ Natürlich ”. Wie immer ! Galvin winkte Kinley zu ihnen heran und erklärte ihm, daß alles in Ordnung sei. Als Kinley ihn auf sein seltsames Verhalten hin ansprach, erklärte er nur pikiert, daß das eine uralte Begrüßungsformel sei, die noch aus seiner Verbindungszeit an der Magischen Akademie her stamme. Dann stellte er ihm Muki vor, der noch sonderbarer war als er es von Galvin ja gewohnt war. Wogegen sein Titel auch nicht gerade allzuviel beitragen konnte . Er lautete nämlich “Fil en tin kereb” was soviel bedeutete wie “Der, der alle täuscht”. Aber er erklärte ihm so einiges von dem was vorgefallen war. Nachdem sich die beiden ausgiebig begrüßt hatten, wobei sie mehrmals ihren Verbindungsgruß wiederholten und über alte Zeiten geplaudert hatten. Setzten sie sich an den Tisch da Muki meinte, dass sie sicher hungrig seien und dass es die Pflicht eines Gastgebers sei, seine Gäste gut zu bewirten. Nachdem sie sich gesetzt hatten und Muki ein Tablett mit einem Krug Wein und drei Silberbechern vom Herd herbeigeholt hatte, das Kinley vorher nicht auf ihm gesehen hatte. Aber als sich Muki wieder umdrehte hielt er es in der Hand. Sie tranken ein oder zwei vielleicht aber auch drei Becher. “Der Wein war erstaunlich gut!” Bis Muki in die Hände klatschte und sie sich mit samt dem Fußboden im Umkreis von etwa Zwanzig schritten nach unten ansengten. Kurzzeitig wurde es etwas dunkel als sich eine zweite Plattform über ihnen in das entstandene Loch schob. Aber die Dunkelheit war nur von kurzer Dauer, da sich der Schacht in dem sie sich befanden plötzlich erweiterte und sie sich in einem Riesigen Raum befanden der stark an das aussehen des unteren teils einer Sanduhr erinnerte. Den die Wände bestanden aus Glas und man konnte ringsherum nach außen schauen, nur das der Sand fehlte. “Bravo!” bemerkte Galvin “Du wirst wirklich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt besser, das muß man dir lassen. Als sie von der Plattform stiegen flüsterte Kinley “Worin wird er immer besser?”. Galvin blieb stehen und musterte Kinley, wie so oft, mit einem Kopfschütteln. “Ja hast du es denn noch nicht bemerkt ? Dies alles ist nichts weiter als eine Illusion, eine außerordentlich gute zwar aber immer noch eine Illusion.” Da wurde Kinley einiges klar. “Aber was war mit der Villa und dem Rasen? Waren die auch eine Illusion? Und der Drachenschatten? Aber vorallem habe ich jetzt Pantoffeln oder meine Stiefel an? Wieder schüttelt Galvin den Kopf. “Von der vielen Kopfschüttelei wird er hoffentlich irgendwann mal Kopfschmerzen bekommen!” Dachte Kinley. “Also gut in aller Kürz , Villa ja, Rasen nein, Schuhe ja und nein, Drachenschatten eventuell! Toll dachte Kinley wieder ein Rätsel, genau das was ich jetzt brauche! Er blickte an sich hinab und mußte feststellen das er immer noch die Pantoffeln trug. Ärgerlich versuchte er sie abzustreifen aber beim Versuch sie von der Ferse zu treten löste sich der linke Pantoffel in nichts auf und zum Vorschein kam sein eigener Stiefel. Da die Illusion damit gebrochen war löste sich der andere Pantoffel kurz darauf auch auf. Und das ihm nach zehn Jahren an der Akademie, als bester seiner Klasse, Gewinner des Wettbewerbs “Magieradepten forscht” und jüngster Gehilfe eines Erzmagiers. 
Er war zwar erbost und schämte sich für sein Fehlen, war aber begeistert von der Präzision und der Phantasie die Muki in seine Werke legte. Aber wie hatte Galvin das bloß mit dem Drachen gemeint? Nachdem Kinley, Galvin und Muki gegessen und ausgiebig geschwatzt hatten, kam Galvin auf den eigentlichen Grund ihres Besuchs zu sprechen. “DAS ROTE BUCH”. Muki zeigte sich erstaunt, das Galvin ausgerechnet dieses Buch suche und wozu er es den so dringend brauche. “Ach das übliche halt,” antwortete Galvin. “die Welt retten, eine Jungfrau befreien, geheime fast vergessene Zaubersprüche, Langeweile.”.” Aber warum brauchst du unbedingt mein Exemplar? Du weist doch wie schwer es einzufangen ist! Weil die beiden der Vier noch existierenden Exemplare, die sich in der großen Bibliothek von Taras befanden, dem dortigen Lektor davongelaufen sind.”. “Unter diesen Umständen, sicher kannst du mein Buch haben. Da wäre nur ein Problem.”. “Und das Wäre?”. “Ich habe es an Baumgart von der Flußinsel verliehen.”. “Waaas?”. Heulte Galvin. “An diesen spitzohrigen, snobistischen durchgeknallten Pyromanen? Wieso?” “Ach nun weisst du,” antwortete Muki, “es ging mir halt auf die Nerven, andauernd rannte dieses dumme halbinteligente Ding mir im Wege herum, versteckte sich, schmiß irgendwelche Sachen um und wenn man mal darin blättern wollte war es eingeschnappt.”. “Ich war froh, dass ich dieses introvertierte, nervige Ding endlich mal für ein, zwei oder zehn Jahre los bin.”. “Na gut, das kann ich akzeptieren. Aber warum Baumgart?”. “Weil er als erster gefragt hat.”. “Hat er gesagt was er mit ”DEN ROTEN BUCH” vorhat?”. “Nicht direkt, er murmelte irgend etwas von runden Ohren und Erlösen. Ich nehme an, es geht mal wieder um diese alte Elfengeschichte, du weisst schon, die Ohren und so.”. “ Oh Mann meinst du er hängt immer noch dieser alten Sache nach?”. “Bestimmt!”. Antwortete Muki. “Du weisst doch, wie er ist.”.“Ja. Aber nach zweihunderteinundvierzig Jahren wird es langsam albern, findest du nicht?”. “Ist ja auch egal, auf jeden Fall hat er ”DAS ROTE BUCH”. Wenn ihr es eilig habt wartet noch einen Augenblick, dann erschaffe ich euch ein Transportmittel, womit ihr zu Baumgart Reisen könnt.” sagte Muki. “Danke das Angebot nehmen wir gerne an. Könntest du Kinley ein bißchen was dabei erkläre?” “Natürlich kein Problem. Komm mein Junge.”. Kinley folgte Muki über eine Wendeltreppe in er Mitte des Raumes hinunter in einen Korridor zu einer Tür, durch die sie wieder den Garten betraten. “Das Haus ist also echt.” meinte Kinley. Natürlich so echt wie du es dir nur Vorstellen kannst.” sagte Muki mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. Sie gingen auf ein freies Stück Wiese und Muki begann Kinley die Eigenschaften seines Illusionszaubers zu erläutern. Er wollte einen von einem Phönix gezogenen Streitwagen erschaffen mit dem Galvin und Kinley reisen könnten. Das Wichtigste wäre halt nur, dass man die Illusion nicht anzweifelte, also an sie glaube. “Aber was ist wenn ich jetzt nicht an sie glaube?”“Nun dann löst sie sich für dich in Nichts auf, genau wie die Pantoffeln.”“Und dann?”” Tja dann müssen wir dich wohl mit einem Seil hinten am Wagen Anbinden.” meinte Muki leicht genervt. “Tja, da wäre da nur noch eine Frage.” sagte Kinley leicht verschmitzt. “Und die wäre?” “Glaubt das Seil an den Wagen?”. Da kam selbst Muki ins Grübeln. 
“Bravo”. Ertönte Galvins Stimme, der sich inzwischen zu ihnen gesellt hatte. Das ist endlich mal eine interessante Frage für das nächste Magier Symposium auf Lucia.”.“In der Tat. ” meinte Muki noch immer nachgrübelnd. Nachdem Muki seine Grübelei endlich beendet hatte, begann er mit seiner Beschwörung. Er griff mit der rechten Hand in seine Robe und zog einen gewundenen Stock einer Korkenziherweide hervor in dessen verwundenem Ende eine opalänlicher Stein eingebettet war, zusätzlich waren in die Rinde Runenmuster geschnitzt, welches in einem schwachen blauen schimmerte. Mit der anderen Hand griff er in seine Gürteltasche und brachte eine Adlerfeder ein Stück Holz und einen Feuerstein zum Vorschein. Nun bewegte er den leuchtenden Stock in komplizierten Mustern vor sich in der Luft, schneller und schneller wurden seine Bewegungen bis nur noch ein blauer Schimmer von ihm zu sehen war. Nach kurzer Zeit formten sich aus dem Schimmer zwei blaue Kreise, die ineinander rotierten und immer noch bestand hatten, als Mukis Bewegungen längst geendet hatten. Sodann warf er die Utensilien aus seiner Linken in die Aura der zwei Kreise und stimmte ein leises Summen an, wobei sich die Komponenten in den Zentren der beiden Ringe ordneten und miteinander zu einem Strudel aus flirenden Farben verschmolzen. Muki trat von dem Gebilde zurück wobei es immer mehr anschwoll und in einem greller Lichtblitz endete. Als Kinley wieder sehen konnte, erblickte er das Ergebnis des Zaubers. Einen klassischen Streitwagen mit Blattgold belegt, in dem sich das unsterbliche Feuer des Phönix wieder spiegelte, welcher vor ihn gespannt war, der noch eindrucksvoller wirkte, da ein goldener Funkenregen niederging, welche in kleinen Explosionen auf Mukis Werk prallten und in noch kleinere Funken zerstoben. Nachdem sich Galvin und Kinley bei Muki bedankt und ihn auf Wiedersehen gesagt hatten, bestiegen sie den Streitwagen und machten sich auf den Weg zu Baumgart Turm auf der Flußinsel.     Wie geht es weiter........?!?
Mark Trade
 

 

DER BARDE
Zur selben Zeit in einer Taverne, im Hafenviertel der fernen Stadt Cormine, mit dem Namen “Zum torkelnden Einhorn”. Es Öffnete sich die Tür und ein Mann betrat den Schankraum was an sich nichts ungewöhnliches war, deswegen beachtete ihn zuerst auch fast keiner. Er schritt unauffällig in Richtung Theke und bestellte sich, bei einem wie geradewegs aus einer Abenteuer Geschichte entsprungenen Gestalt eines Wirts, mit dickem Bauch, untersetzt, mit einer Glatze und schmieriger Schürze, einen Becher Wein . Sodann wand er sich der Beobachtung der übrigen Gäste zu. Das Lokalkoloriet bestand zum größten Teil aus Seeleuten und Reisenden wovon nicht wenige Abenteurer zusein schienen .aber auch einige etwas zwielichtige gestalten waren anwesend die sich zumeist mit ihresgleichen unterhielten oder einige der reisenden etwas naher begutachteten. Ein guter Ort um vielleicht einige neue Geschichten zu erfahren oder einige seiner eigenen an dankbare Ohren weiter zu geben. er beglückwünschte sich zu seiner Wahl, Wie es aussah konnte es wohl zu einem vergnüglichen abend werden. nach einiger zeit begann in einer ecke des Raumes ein kleiner Tumult laut zu werden, welcher in aufmerken lies . Soviel er verstehen konnte ging es wohl um den geistigen Gehalt eines zwergischen Ausspruchs ; der lautete” je schwarzer das Wasser desto weicher der Stein” ein bißchen neugierig und interessiert schob er sich etwas naher an die quelle des Lärms heran wobei se sehr darauf bedacht war der Gestalt die zur seiner linken an einem Tisch saß nicht zu nahe zu kommen den wie er beobachtet hatte konnten einige Gäste die ihm ein wenig zu na gekommen wahren darauf nicht mehr ihre Zeche zahlen, außerdem war ihm gerade nicht nach Gewalt zu mute. Als er nahe genug am Ursprung des Disputs angelangt war , sah er die Urheber des selben .einen Zwerg mit braunem Bart und einen Elf mit flachsblondem Haar. Der Streit hatte zwar nicht das Thema gewechselt wohl aber die Richtung . nun ging es wohl um einen Elbenwein der nach ei nem Becher wohl selbst einen Zwerg aus seinen stiefeln katapultieren würde, wogegen der Zwerg aufs hastigste protestierte .aber anscheinen war es nur ein verbaler ehrenkampf zwischen zwei freunden . nach ein paar stunden ,der abend war schon ziemlich weit fortgeschritten, lauschte er noch immer dem ungleichen paar. Es befanden sich nur noch wenige Gäste im Schankraum, zumindest diejenigen die man nach ihrem erhöhten Alkoholkonsum noch als solche bezeichnen hätte können, aber dies war seine Welt zumindest im Moment, wollte er diesen Ort nicht mit einem adligen Empfang...  

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Mark Trade

 


 

DER PALADIN
Alles durchdringender Nieselregen ergoß sich über die weite Tiefebene. Nichts war zu hören bis auf das ständige monotone prasseln des Regens und das gelegentliche schnauben seines Pferdes. Die Männer hinter ihm, welche die erste Phalanx in der sich in Regenschleiern verlierende Schlachenreihe bildeten , standen schweigend und mit grimmigen Gesichter da. Seit dem Morgengrauen warteten sie nun schon auf ihren Gegner, den abtrünnigen Herzog Falkon mit seiner Heerschar , welche ihm trotz Erlaß des Königs immer noch treu zur Seite stand.  

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